Ev. Kindergarten Isenstedt

Leitbild

„Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast!“

(Psalm 139, 14a)
 

Unsere evangelische Kindertageseinrichtung

Wir als evangelischer Kindergarten Isenstedt befinden uns in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Lübbecke.

Als Bildungseinrichtung leben und vermitteln wir das christliche Menschenbild und dessen Werte.

Bei uns ist jeder willkommen: wir sehen jeden als Geschöpf Gottes, welches wir unabhängig von seiner religiösen, kulturellen und sozialen Herkunft annehmen.

Unser Miteinander ist geprägt von Respekt, Offenheit, Toleranz, Wertschätzung und Transparenz.

 

Unser Bild vom Kind

Wir erkennen die Einzigartigkeit der Kinder unserer Einrichtung mit all ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten an und begleiten sie in ihrer individuellen Entwicklung. Hierzu gehört auch eine alters- und Entwicklungsstand entsprechende Partizipation.

Wir achten und schätzen die Potenziale, mit denen jedes Kind beschenkt ist.

Das Kind steht im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit.

Wir haben die Verantwortung, alle uns anvertrauten Kinder vor körperlicher, seelischer, und sexualisierter Gewalt, sowie vor Missbrauch zu schützen.

Grundlage hierfür, ist das sie sich in einer wertschätzenden und beschützenden Umgebung geborgen fühlen und frei entfalten können. Dabei agieren wir als Begleiter, Vorbild und Impulsgeber.

 

Unsere Zusammenarbeit mit den Eltern

In unserer Einrichtung begegnen wir den Eltern und die Eltern uns als Bildungs- und Erziehungspartner. Wir schätzen die Eltern als Experten ihrer Kinder. Wir legen Wert auf einen vertrauensvollen und offenen Umgang miteinander. Dies ist die Basis für eine gelingende und konstruktive Zusammenarbeit.

 

Unser Team

Wir sind ein professionelles und vielfältiges Team, was sich und seine pädagogische Arbeit stetig reflektiert und regelmäßig fortbildet.

Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, welcher der Weiterentwicklung der Qualität unserer Arbeit dient.

Durch die Stärken und Ressourcen jedes einzelnen Mitarbeitenden begleiten wir die Kinder in ihrem Bildungsalltag alters- und entwicklungsangemessen. Unser Anliegen ist es, dass sich die Kinder in unserer Einrichtung wohl-, akzeptiert und in ihrer Persönlichkeit wahrgenommen fühlen.

 

Kooperationen

Unsere ländliche Lage ermöglicht uns eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen.

Für uns ist die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde in Form von Familiengottesdiensten und Andachten selbstverständlich, denn wir sind ein wichtiger Teil der Kirchengemeinde.

Die Gemeinde, Pfarrer, Presbyterium, Leitung, Mitarbeitende, Kinder und ihre Familien fühlen sich miteinander verbunden und stärken und unterstützen einander.

Wir pflegen Kontakte zu verschiedensten Institutionen innerhalb der Gemeinde und darüber hinaus.

Wir schätzen die Vielfalt an Kooperationspartnern, sowie ehrenamtliche Helfer.

Ihnen als Eltern bieten wir:

  • Plätze für Kinder mit und ohne körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung. Dabei sind auch Kinder ohne, bzw. anderer Konfessionen herzlich willkommen.
  • Zuverlässige, professionelle Betreuung der Kinder durch fachkompetentes Personal
  • Ein offenes Haus für andere Kulturen
  • Elterngespräche und Beratung
  • Einblicke in den Kindergarten (Hospitation)
  • Elternabende zu verschiedenen Themen
  • Vermittlung von Beratungsstellen und Therapeuten (Logopäden, Ergotherapeuten...)
  • Familien- Angebote ( Feste, Gottesdienste, Fahrten...)
  • Bildungsdokumentationen

Wir wünschen uns von Ihnen:

Es ist uns wichtig, dass sich ihr Kind in unserem Kindergarten wohlfühlt. Deshalb legen wir Wert auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern/ Erziehungsberechtigten und Mitarbeitenden der Einrichtung.

Diesem liegt zu Grunde:

  • Gegenseitiges Vertrauen
  • Informationsweitergabe bezüglich der Entwicklung Ihres Kindes
  • Einhaltung der Regeln
  • Interesse am Geschehen im Alltag des Kindes
  • gelegentliche Mithilfe bei besonderen Aktionen

 

Partizipation der Eltern

Unsere Ev. Tageseinrichtung versteht sich mit ihrem Bildungs- Erziehungs- und Betreuungsauftrag als Partner für Eltern und Familien. Die Eltern können am Alltag unserer Tageseinrichtung teilnehmen, diesen mitgestalten und die Entwicklung und Bildung der Kinder begleiten.
Folgende Möglichkeiten ergeben sich durch die Partizipation:

  • Hospitation nach Absprache mit den pädagogischen Fachkräften
  • Elternversammlung
  • Aktives Einbringen in Kindergartenprojekte
  • Begleitung an Festen, Gottesdiensten  und Aktionen
  • Aktive und passive Teilnahme am Förderverein des Kindergartens
  • Die Eltern haben die Möglichkeit, Einblick in die Bildungsdokumentationen zu erhalten
  • Elterngespräche

Über die Elternfragebögen haben Eltern eine weitere Möglichkeit, Wünsche, Anregungen und auch Kritik zu äußern.

Evangelisches Bildungsverständnis und die Zukunft der Kindertageseinrichtungen

 

Einleitung
Evangelische Kindertageseinrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag in der Bildungs-, Erziehungs-
und Betreuungsarbeit. Sie sind Orte der Gemeinschaft, der Demokratie, der Zukunft und des
gelebten Glaubens. Sie stehen für ein Bildungsverständnis, das Vielfalt lebt, den Alltag als
Bildungsraum versteht und Kindern Hoffnung und Halt bietet.

 

Evangelische Kitas setzen ein klares Zeichen für eine Bildung, die Vielfalt anerkennt, Kinder in ihrer
Einzigartigkeit stärkt und sie in ihrer ganzen Persönlichkeit wahrnimmt und begleitet.
Grundlage pädagogischen Handelns ist die Haltung, dass jedes Kind ein Geschenk Gottes ist.
Kinder sind Zeichen dafür, dass niemand sich den Sinn seines Lebens erst erarbeiten muss – sie sind
bereits von Gott gewollt, geliebt und mit Würde ausgestattet. Bildung wird als Beziehungsgeschehen
verstanden, das Herz, Verstand und Glauben miteinander verbindet. So wird Glaube im Alltag
erfahrbar – im Staunen, Feiern, Fragen und gemeinsamen Handeln.

 

Dieses Positionspapier ist ein Plädoyer für ein ganzheitliches Bildungsverständnis, dass Kinder in den
Mittelpunkt stellt. Tageseinrichtungen für Kinder sind als erste Stufe im institutionellen
Bildungssystem prägend für Lebens- und Bildungsbiografien und damit für die Gesellschaft.

 

1. Evangelische Kindertageseinrichtungen als Orte der Demokratie, Inklusion und Teilhabe
Evangelische Kindertageseinrichtungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen
Entwicklung. Sie fördern demokratische Werte, ermöglichen Mitbestimmung und stärken Kinder in
ihrer Selbstwirksamkeit. Kinder erfahren, dass alle wichtig sind, dass ihre Stimme zählt und dass sie
Verantwortung übernehmen können – für sich und andere.

 

Sie verstehen sich als Orte der Begegnung über soziale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg. Sie
wirken für Chancengerechtigkeit, ermöglichen Teilhabe und Inklusion.
Kinder erleben Halt und Orientierung – auch in herausfordernden Lebenssituationen. Sie lernen,
Unterschiede zu respektieren und Verantwortung zu übernehmen.

 

Darüber hinaus sind sie unverzichtbarer Bestandteil der gesellschaftlichen Infrastruktur. Sie
ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und tragen als Bildungs- und Betreuungsort zur
wirtschaftlichen und sozialen Stabilität bei.
2. Kita als eigenständiger Bildungsbereich
Evangelische Kitas sind eigenständige Bildungsorte mit einem eigenen klaren pädagogischen Auftrag.
Die Fachkräfte begleiten Kinder individuell, ressourcenorientiert und entwicklungsangemessen.
Zugleich ist ein gemeinsames, aufeinander aufbauendes Bildungsverständnis von Kita und Schule
notwendig, damit Übergänge gelingen und Bildungsprozesse konsequent weitergeführt werden
können.

 

3. Evangelisches Bildungsverständnis
Evangelische Kindertageseinrichtungen haben ein klares religionspädagogisches Profil.


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In evangelischen Kitas wird Bildung als ganzheitlicher, lebensweltbezogener und
ressourcenorientierter Prozess verstanden. Frühkindliche Bildung umfasst in evangelischen Kitas
emotionale, soziale, ethische, spirituelle und religiöse Dimensionen. Das gesamte Bildungsgeschehen
steht unter der Perspektive des Vertrauens zu Gott. Bildung ist ein Grundrecht - religiöse Bildung ist
ein unverzichtbarer Bestandteil davon und Kern evangelischer Bildungsarbeit. Dabei geht religiöse
Bildung weit über das Kennen von Bibelgeschichten, Symbolen und Feiertagen hinaus. Sie eröffnet
Kindern Räume, Vertrauen ins Dasein zu gewinnen, Mut zu eigenen Entscheidungen zu entwickeln
und sich Schwierigkeiten zu stellen, ohne die Hoffnung zu verlieren.

 

Kinder sind aktive Gestalter ihrer eigenen Bildungsprozesse. Sie entdecken neugierig ihre Welt und
gestalten ihre Entwicklung mit großem Engagement selbst mit. Pädagogische Fachkräfte begleiten sie
dabei aufmerksam, wertschätzend und reflektiert. Sie erkennen individuelle
Entwicklungsmöglichkeiten und fördern jedes Kind unter Berücksichtigung seiner Einzigartigkeit.
Bildung entsteht in Beziehung – getragen von Empathie, Annahme, Reflexion und Vertrauen. Eine
positive und verlässliche Bindung bildet die Grundlage dafür, dass Kinder sich sicher fühlen, Neues
ausprobieren und ihre Potenziale entfalten können.

 

Vielfalt wird als Bereicherung verstanden und bewusst in die pädagogische Arbeit unter Einbeziehung
der Eltern integriert. Eltern werden als wichtige Partner verstanden, um gemeinsam unterstützende
Bildungs- und Entwicklungsräume zu schaffen.

 

Evangelische Bildung ist interreligiös, inklusiv und offen. Sie nimmt Multireligiosität, unterschiedliche
Glaubenspraxen, Konfessionslosigkeit und vielfältige Lebenswelten als Chance wahr und unterstützt
Kinder darin, Pluralitätskompetenz zu entwickeln und respektvoll mit verschiedenen Perspektiven
und religiösen Prägungen umzugehen.

 

4. Alltagsintegrierte Bildung als pädagogisches Prinzip
Evangelische Kindertageseinrichtungen verstehen den Alltag als zentralen Bildungsraum. Bildung
vollzieht sich nicht allein in geplanten Angeboten, sondern in jeder Begegnung und jedem Moment.
Sie ist in die Lebenswelt der Kinder eingebettet und orientiert sich an deren Fragen, Erfahrungen und
Ausdrucksformen.

 

Sprachförderung ist dabei ein integraler Bestandteil des Kita-Alltags: Kinder werden ermutigt, eigene
Ausdrucksformen zu entwickeln, Vielfalt wertzuschätzen und Sprache als Mittel gegenseitiger
Verständigung zu erfahren.

 

Fazit
Gute Bildung braucht gute Rahmenbedingungen. Für Träger, Mitarbeitende, Familien und Kinder sind
langfristige und verlässliche Perspektiven notwendig - dazu gehören eine gesicherte und Legislatur
unabhängige Finanzierung, eine personelle Ausstattung nach fachwissenschaftlichen Standards sowie
die Anerkennung kirchlicher Trägerschaft und Sicherung der Subsidiarität.